Wer eine Website ins Netz stellen will, braucht drei Dinge: Speicherplatz auf einem Server, eine Adresse und jemanden, der beides betreibt. Genau diese drei bündeln Hostingpakete zu einem Vertrag mit einem festen Preis im Monat.
Im Alltag hört man dafür auch Webhosting-Paket, Hosting-Paket oder schlicht Tarif. Gemeint ist immer dasselbe Bild: Webspace, mindestens eine Domain, Postfächer und die Technik darunter, alles bei einem Anbieter und auf einer Rechnung.
Der Unterschied zwischen zwei Hostingpaketen steckt selten in einer einzigen Zahl. Wie viel Webspace enthalten ist, sieht man sofort. Ob Sicherungen laufen, wie lange der Vertrag bindet und wer antwortet, wenn die Seite still steht, zeigt sich erst beim zweiten Blick. Diese Seite geht die Bausteine der Reihe nach durch.
Alle Hostingpakete bestehen aus denselben vier Bausteinen. Sie liegen auf derselben Maschine, und Sie verwalten sie über eine Oberfläche.
Der Webspace nimmt Ihre Dateien auf, die Domain macht sie unter einem Namen erreichbar. Die Postfächer laufen unter derselben Adresse, und in der Datenbank stehen die Inhalte, sobald Sie mit WordPress, Joomla, Drupal oder TYPO3 arbeiten. Was die Tarife unterscheidet, sind die Mengen dahinter.
Baustein
Wofür er da ist
Worauf Sie achten
Webspace
Dateien, Bilder und Videos Ihrer Seite
Wie viel GB der Tarif nennt und ob SSD oder NVMe darunter liegt
Domains
Ihre Adresse im Netz, meist ist eine Domain inklusive
Wie viele weitere Domains und Subdomains erlaubt sind
E-Mail
Postfächer unter der eigenen Adresse
Zahl der Postfächer, Webmail, Spam-Filter, Weiterleitungen
Datenbank
Inhalte und Einstellungen Ihres CMS
MySQL mit phpMyAdmin, PHP in einer aktuellen Version
Traffic
Datenmenge zwischen Server und Besuchern
Ob er inklusive ist oder ab einer Grenze berechnet wird
SSL
verschlüsselte Verbindung, Schloss im Browser
Ob ein SSL-Zertifikat enthalten ist und sich selbst verlängert
Wer diese sechs Zeilen für zwei Hostingpakete ausfüllt, hat den Vergleich meistens schon entschieden. Die Werbung nennt dagegen oft nur den ersten Punkt.
Shared Hosting, VServer oder eigener Server
Hostingpakete gibt es in vier Formen. Sie unterscheiden sich nicht in erster Linie im Preis, sondern darin, wie viel Arbeit beim Anbieter bleibt.
Für die meisten Webprojekte ist Shared Hosting die richtige Wahl. Ihre Seite teilt sich einen leistungsstarken Server mit anderen Kunden, und der Anbieter hält Betriebssystem, PHP und Datenbank aktuell. Genau dieses Modell meinen Anbieter, wenn sie von Hostingpaketen oder Webhosting-Paketen sprechen.
Ein VServer lohnt erst, wenn Sie eigene Software installieren müssen oder wenn eine Anwendung mehr Ressourcen braucht, als ein geteilter Server hergibt. Damit übernehmen Sie allerdings auch die Wartung: Updates, Absicherung und Sicherungen liegen dann bei Ihnen. Ein dedizierter Server geht denselben Weg mit eigener Hardware weiter. Wie sich die Formen im Alltag anfühlen, zeigt der Hosting Vergleich.
Wie viel Webspace und Traffic Ihr Webhosting braucht
Drei Angaben entscheiden, ob ein Tarif reicht. Alle drei lassen sich vor der Bestellung abschätzen, und in allen dreien liegen Anbieter gern hoch, weil große Zahlen gut aussehen.
Wie viel Webspace brauchen Sie?
Der Platzbedarf einer Seite hängt fast nie am Text. Eine Seite mit tausend Wörtern wiegt wenige Kilobyte, ein einziges unkomprimiertes Foto aus einer Kamera das Tausendfache. Die Grafik zeigt, wie sich der belegte Speicherplatz bei einer Firmenseite üblicherweise verteilt.
Eine Visitenkartenseite kommt mit wenigen hundert Megabyte aus. Ein Blog mit WordPress und ein paar hundert Beiträgen liegt selten über einem Gigabyte, solange die Bilder in Webgröße hochgeladen werden. Eng wird es bei Bildergalerien, Videos und Downloads. Weil die Postfächer auf demselben Speicher liegen, zählen auch alte Anhänge mit.
Was Traffic wirklich bedeutet
Traffic ist die Datenmenge, die zwischen dem Server und der Außenwelt fließt. Dazu zählen die Seitenaufrufe Ihrer Besucher, der E-Mail-Verkehr und Ihre eigenen Uploads über FTP. Eine kleine Seite mit ein paar hundert Besuchern am Tag bewegt sich im niedrigen einstelligen Gigabyte-Bereich im Monat.
Wichtiger als die Zahl ist die Frage, was bei einer Überschreitung passiert. Manche Anbieter drosseln, manche rechnen nach, und manche schalten die Seite ab. Bei den Webhosting-Paketen von HosterPlus ist der Traffic enthalten, sodass ein ungeplanter Besucheransturm keine Rechnung auslöst.
Datenbank, PHP und das CMS
Sobald Sie ein Content-Management-System einsetzen, liegen Ihre Texte nicht mehr in Dateien, sondern in einer MySQL-Datenbank. WordPress, Joomla, Drupal und TYPO3 arbeiten alle so. Zwei Dinge sind deshalb wichtig: dass der Tarif überhaupt Datenbanken erlaubt, und dass PHP in einer aktuellen Version läuft.
Alte PHP-Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates mehr, und moderne Erweiterungen verweigern dort den Dienst. Ein Tarif, in dem Sie die PHP-Version selbst umstellen können, erspart Ihnen später eine Anfrage beim Support. Über phpMyAdmin sehen Sie in die Datenbank hinein und ziehen im Zweifel eine Kopie.
Die Hostingpakete von HosterPlus im Überblick
Damit die Bausteine greifbar werden, hier unsere eigenen drei Tarife mit den Zahlen, die sie unterscheiden. Alle Preise verstehen sich im Monat und einschließlich Mehrwertsteuer.
Leistung
Paket I
Paket II
Paket III
Preis im Monat
2,00 Euro
3,50 Euro
5,00 Euro
Webspace
2 GB
3,5 GB
5 GB
Domains inklusive
1
2
3
Subdomains
25
100
150
E-Mail-Postfächer
10
15
25
Die Ausstattung darunter ist in allen drei Paketen dieselbe. Dazu gehören der inklusive Traffic, ein SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt, das sich selbst verlängert, MySQL mit phpMyAdmin, PHP 8 in einer Version Ihrer Wahl, FTP-Zugänge, Mod-Rewrite, eigene Fehlerseiten, ein Software-Installer für gängige CMS und eine regelmäßige Sicherung. Bei den Postfächern kommen Webmail, Spam-Filter, Catch-All und Autoresponder dazu; E-Mail-Adressen und Weiterleitungen sind nicht gedeckelt.
Alle Server stehen in deutschen Rechenzentren in Düsseldorf und Erfurt und laufen mit Ökostrom. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht, die Vertragslaufzeit beträgt zwölf Monate bei einer Kündigungsfrist von einem Monat. Die Einzelheiten stehen bei Paket I, Paket II und Paket III.
Woran Sie ein sicheres Hosting-Paket erkennen
Wie sicher Hostingpakete sind, steht in keiner Preisliste als Zahl. Vier Punkte verraten es trotzdem ziemlich genau.
SSL-Zertifikat und Verschlüsselung
Ohne SSL warnt der Browser den Besucher, bevor er die Seite überhaupt sieht. Ein Zertifikat sollte deshalb im Paket enthalten sein und sich ohne Ihr Zutun verlängern. Kostet es Aufpreis oder muss es jedes Jahr von Hand erneuert werden, ist das ein Warnzeichen: Sobald es abläuft, steht die Seite in den Augen Ihrer Besucher als unsicher da.
Sicherungen und die Rückkehr zum letzten Stand
Backups nützen nur, wenn Sie auch an sie herankommen. Fragen Sie deshalb nicht nur, ob gesichert wird, sondern wie weit die Sicherungen zurückreichen und wer sie einspielt. Eine eigene Kopie auf dem Rechner zu Hause ersetzt keine davon, schadet aber nie. Wie Sie das selbst in die Hand nehmen, steht unter Homepage sichern.
Rechenzentrum und Serverstandort
Wo die Maschine steht, entscheidet mit darüber, welches Datenschutzrecht gilt. Server in Deutschland fallen unter die DSGVO, und der Weg zum Besucher ist kürzer, was die Ladezeiten spürbar drückt. Ein Anbieter, der seinen Standort nennt, hat in der Regel auch sonst nichts zu verbergen. Mehr zu der Technik dahinter erklärt der Beitrag zum Hosting Provider.
Support, der erreichbar ist
Der Support fällt erst auf, wenn etwas kaputt ist, und dann sofort. Sehen Sie nach, ob es eine Telefonnummer gibt, in welchen Zeiten sie besetzt ist und ob ein Mensch antwortet oder ein Formular. Bei uns erreichen Sie den Support rund um die Uhr per E-Mail und werktags von 9 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr am Telefon.
Preis und Vertragslaufzeit vergleichen
Hostingpakete vergleicht man selten am Monatspreis allein. Er ist die am leichtesten zu vergleichende und zugleich am leichtesten zu schönende Zahl, deshalb gehören diese fünf Punkte daneben:
Der Preis nach dem Aktionszeitraum. Ein Paket für 1 Euro im Monat wird im zweiten Jahr oft dreimal so teuer. Maßgeblich ist, was es über die ganze Laufzeit kostet.
Einrichtungsgebühr und Abrechnungsweise. Manche Tarife rechnen im Voraus ab, manche monatlich. Beides ist in Ordnung, solange es vorher klar dasteht.
Laufzeit und Kündigungsfrist. Zwölf Monate sind üblich und drücken den Preis. Wichtig ist, wann Sie spätestens kündigen müssen, damit sich der Vertrag nicht verlängert.
Was eine zusätzliche Domain kostet. Die erste Domain liegt im Paket, jede weitere wird nach Endung berechnet. Bei mehreren Projekten summiert sich das.
Der Preis für mehr Speicherplatz. Wer absehbar wächst, sieht besser gleich nach, was die Erweiterung kostet und ob sie ohne neuen Vertrag geht.
Ein Angebot, das in allen fünf Punkten sauber dasteht, ist am Ende oft günstiger als der Einstiegspreis daneben. Wie sich das im deutschen Markt verteilt, zeigt der Beitrag zu günstigem Hosting.
Wenn das Hostingpaket zu klein wird
Ein zu kleines Paket merkt man an drei Dingen: Der Speicher ist voll, der Upload bricht ab, oder die Seite braucht spürbar länger. In den ersten beiden Fällen genügt meistens ein Wechsel in den nächstgrößeren Tarif, und der läuft beim selben Anbieter ohne Umzug.
Ein Wechsel des Anbieters ist mehr Arbeit, aber machbar. Die Reihenfolge entscheidet darüber, ob die Seite dabei offline geht:
Das neue Paket bestellen und die Dateien dort hochladen, während die alte Seite weiterläuft.
Danach die Datenbank exportieren, beim neuen Anbieter einspielen und die Zugangsdaten in der Konfiguration anpassen.
Alle Postfächer neu anlegen und vorhandene Mails in den neuen Zugang übertragen.
Erst dann die Seite über eine Vorschauadresse testen, bevor sie jemand zu sehen bekommt.
Beim alten Anbieter den Auth-Code anfordern und die Domain umziehen.
Erst wenn alles läuft, das alte Paket kündigen.
Die größte Stolperstelle sind die Mails. Sie ziehen nicht von selbst um, und Nachrichten, die während der Umstellung eintreffen, landen sonst beim alten Anbieter. Planen Sie den Wechsel deshalb nicht auf den Tag, an dem die Kündigungsfrist abläuft.
Häufig gestellte Fragen
Zu Hostingpaketen kommen vier Fragen im Support immer wieder.
Was ist ein Hosting-Paket genau?
Ein Bündel aus Speicherplatz, Domain, Postfächern und Datenbank, das ein Anbieter zu einem festen Preis vermietet und dessen Technik er betreibt. Sie laden Ihre Seite hoch und verwalten sie über eine Oberfläche; um Server, Updates und Anbindung kümmert sich der Hoster. Was dabei technisch passiert, beschreibt der Beitrag Website Hosting.
Welches Hostingpaket ist das richtige für mich?
Gehen Sie von Ihrem Vorhaben aus, nicht vom Preis. Für eine einzelne Seite ohne viele Bilder reicht der kleinste Tarif. Betreiben Sie mehrere Projekte oder brauchen Sie Postfächer für ein Team, entscheidet die Zahl der Domains und Postfächer, nicht der Speicherplatz. Die meisten Hostingpakete lassen sich jederzeit nach oben wechseln, nach unten dagegen nicht immer.
Kann ich mehrere Domains in einem Paket betreiben?
Ja, sofern der Tarif es hergibt. Jede Domain zeigt dabei auf ein eigenes Verzeichnis im Webspace, sodass mehrere Seiten unabhängig nebeneinander laufen. Zusätzlich lassen sich Subdomains anlegen, die nichts extra kosten. Wie Domain und Hosting zusammenhängen, steht unter Domain Hosting.
Was kostet Webhosting im Jahr?
Ein Paket für eine private oder kleine geschäftliche Seite liegt bei wenigen Euro im Monat, also grob zwischen 25 und 60 Euro im Jahr. Teurer wird es durch zusätzliche Domains, mehr Speicherplatz oder den Sprung auf einen eigenen Server. Wer das Angebot über die volle Laufzeit rechnet und die Verlängerung einbezieht, vergleicht ehrlicher als mit dem Werbepreis des ersten Jahres.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 16.09.2026