Website Hosting: Webhosting in Deutschland mit Support
Eine fertige Homepage liegt zunächst nur auf der eigenen Festplatte. Damit sie jemand aufrufen kann, braucht sie einen Rechner, der rund um die Uhr läuft und fest am Netz hängt. Genau darum geht es beim Website Hosting: Ein Anbieter stellt Speicherplatz auf so einem Rechner bereit und sorgt dafür, dass er erreichbar bleibt.
Das Wort kommt vom englischen to host, also Gastgeber sein. Der Webhoster bewirtet die Daten seiner Kunden. Er betreibt die Server, hält sie am Netz, spielt Updates ein und kümmert sich um die Sicherung. Im Alltag hören Sie dafür auch Webhosting, Hosting-Paket oder Webspace, gemeint ist dieselbe Leistung.
Wie viel Arbeit der Anbieter dabei abnimmt, ist der eigentliche Unterschied zwischen den Angeboten. In einem Webhosting-Paket kümmert er sich um alles, was unter Ihrer Seite liegt. Wer einen eigenen Server mietet, bekommt nur die Maschine und macht den Rest selbst. Diese Seite zeigt, was in einem Paket steckt, welche Hosting-Formen es gibt, was günstiges Webhosting kostet und wie Ihre Dateien auf den Server kommen.
Eigener Server oder Webhosting: was den Unterschied ausmacht
Theoretisch können Sie Ihre Homepage auf einem Rechner bei sich zu Hause bereitstellen. Nötig ist dafür eine Serversoftware, die eingehende Anfragen beantwortet, etwa das freie Apache-Projekt. Läuft sie, ist der Rechner unter Ihrer IP-Adresse weltweit erreichbar.
In der Praxis scheitert das an drei Punkten. Eine IP-Adresse merkt sich niemand, und an einem gewöhnlichen Breitbandanschluss wechselt sie spätestens alle 24 Stunden. Das lässt sich mit Dynamic DNS umgehen, indem der Rechner jede Änderung an den Nameserver meldet. Es bleiben der Dauerbetrieb, der Strom kostet, und eine Privatanbindung, deren Upload für Besucher zu langsam ist. Sobald der Rechner aus ist, ist die Seite weg.
Beim Website Hosting übernimmt ein Dienstleister diesen Teil. Sie laden Ihre Dateien hoch, alles Weitere passiert im Rechenzentrum. Die Grafik zeigt, wie sich die Aufgaben dabei verschieben.
Die Rechnung fällt für die meisten Projekte eindeutig aus. Ein Hosting-Paket kostet weniger als der Dauerbetrieb eines eigenen Rechners, läuft zuverlässiger und hängt an einer Leitung, die auch mehrere Besucher gleichzeitig verträgt. Der technische Aufwand für Sie sinkt auf das, was Sie ohnehin tun: Inhalte pflegen.
Speicherplatz, Domains und SSL: was ein Hosting-Paket mitbringt
Ein Tarif ist mehr als gemieteter Speicherplatz. Er bündelt alles, was eine Website im Betrieb braucht, und genau diese Bausteine unterscheiden zwei Angebote zum gleichen Preis voneinander.
Leistung
Was sie bewirkt
Im Paket üblich
Webspace
Platz für Seiten und Bilder
2 bis 5 GB, meist auf SSD
Domain
Die Adresse, unter der man Sie findet
eine bis drei Domains enthalten
Subdomains
Eigene Bereiche wie shop.ihre-domain.de
25 bis 150 Stück
E-Mail
Postfächer unter der eigenen Adresse
10 bis 25 Postfächer
MySQL
Datenbank für CMS, Blog und Shop
eine bis drei Datenbanken
PHP
Führt die Programme der Seite aus
PHP 7 oder PHP 8, umschaltbar
SSL-Zertifikat
Verschlüsselt die Verbindung
kostenlos enthalten
Backup
Holt verlorene Dateien zurück
täglich, mehrere Tage zurück
Verwaltung
Oberfläche für Domains und Postfächer
Plesk oder ein eigenes Panel
Auf den Traffic achten viele zuerst, und meist ist er der unwichtigste Posten: Bei den gängigen Paketen ist er unbegrenzt oder so hoch bemessen, dass eine normale Website ihn nie ausreizt. Genauer hinsehen sollten Sie beim Speicherplatz, bei der Zahl der Datenbanken und bei den Domains, weil daran die Erweiterung eines Projekts hängt.
Webhosting, Managed Hosting und Cloud Hosting im Unterschied
Alle Angebote liegen zwischen zwei Polen: geteilte Technik zum kleinen Preis auf der einen Seite, eine eigene Maschine mit voller Kontrolle auf der anderen. Je weiter rechts Sie einsteigen, desto mehr Technik verwalten Sie selbst.
Shared Hosting ist das klassische Webhosting-Paket. Viele Kunden teilen sich einen leistungsfähigen Server, jeder bekommt einen abgeschotteten Bereich darauf. Der Anbieter pflegt Betriebssystem, Webserver und PHP. Für private Seiten, Vereine und die meisten Firmenauftritte reicht das vollkommen aus, und es ist die günstigste Form.
Managed Hosting geht einen Schritt weiter. Hier betreut der Anbieter zusätzlich die Anwendung selbst, bei Managed WordPress etwa die Updates des CMS und seiner Erweiterungen. Das kostet mehr und nimmt Ihnen genau die Arbeit ab, die bei einem vernachlässigten CMS zum Sicherheitsproblem wird.
Ein VServer ist eine eigene virtuelle Maschine auf geteilter Hardware, mit Root-Zugang und frei wählbarer Software. Cloud Hosting ist technisch dasselbe, nur lassen sich Leistung und Speicher im laufenden Betrieb nachbestellen, und abgerechnet wird nach Verbrauch. Beides setzt voraus, dass jemand den Server pflegt, denn der Anbieter tut es nicht mehr.
Ein dedizierter Server ist eine ganze Maschine für Sie allein. Die volle Leistung steht bereit, ohne dass Nachbarn sie mitbenutzen. Das lohnt sich bei großen Shops, vielen gleichzeitigen Besuchern oder Anwendungen mit besonderen Anforderungen.
Was Website Hosting kostet
Günstiges Webhosting beginnt in Deutschland bei rund zwei Euro im Monat. Bei uns ist das Paket I mit 2 GB Webspace, einer .de-Domain, einer MySQL-Datenbank und kostenlosem SSL-Zertifikat. Nach oben ist die Spanne weit, sie folgt aber einer nachvollziehbaren Logik.
Monatlich
Was Sie dafür bekommen
Passt zu
2 bis 3 Euro
Webhosting-Paket mit Domain und SSL
Private Seiten und Vereine
3 bis 6 Euro
Mehr Speicher, mehrere Domains
Freiberufler und kleine Unternehmen
6 bis 20 Euro
Managed WordPress oder ein VServer
Shops und Seiten mit viel Betrieb
ab 40 Euro
Dedizierter Server, volle Leistung
Große Projekte
Rechnen Sie die Domain getrennt mit, wenn Sie mehr als die enthaltene brauchen. Eine weitere .de-Domain liegt im Jahr im einstelligen Euro-Bereich, andere Endungen kosten deutlich mehr. Versteckte Kosten entstehen typischerweise an drei Stellen: bei der Einrichtungsgebühr, beim Preis nach dem Aktionszeitraum und bei Leistungen, die nur im ersten Jahr kostenlos sind.
Kostenloses Webhosting gibt es ebenfalls, bezahlt wird es dann mit Werbung auf Ihrer Seite, einer Adresse als Subdomain des Anbieters und fehlendem Support. Für einen Test ist das brauchbar, für eine Seite, die gefunden werden soll, nicht.
Die Website hosten: so kommen die Dateien auf den Server
Nach der Bestellung bekommen Sie Zugangsdaten und können sofort loslegen. Für den Weg auf den Server gibt es drei übliche Varianten, und welche passt, hängt davon ab, wie Ihre Seite entstanden ist.
Per FTP: Ein kostenloses Programm wie FileZilla verbindet sich mit dem Server und überträgt ganze Verzeichnisse. Das ist der Weg für selbst gebaute Seiten aus HTML, CSS und PHP.
Über den Dateimanager: In Plesk laden Sie einzelne Dateien direkt im Browser hoch, ohne zusätzliches Programm. Praktisch für schnelle Korrekturen.
Mit dem Software-Installer: WordPress, Joomla und ähnliche Systeme installiert das Panel in wenigen Klicks samt Datenbank. Sie laden dann gar keine Dateien mehr hoch, sondern pflegen die Inhalte im CMS.
Ist die Seite oben, wird die Domain darauf gerichtet. Bei einer Domain, die Sie im selben Paket bestellt haben, erledigt das der Anbieter. Kommt sie von woanders, tragen Sie im alten Konto die neuen Nameserver ein oder ziehen die Domain mit einem Auth-Code um. Bis die Änderung überall angekommen ist, vergehen einige Stunden.
WordPress, Joomla und andere CMS hosten
Die meisten Websites laufen heute auf einem Content-Management-System, und das stellt eigene Anforderungen an das Hosting. Ein CMS wie WordPress, Joomla oder Drupal besteht aus PHP-Programmen und einer MySQL-Datenbank. Beides muss der Tarif mitbringen, sonst lässt es sich gar nicht erst installieren.
Auf die Version kommt es dabei an. Aktuelle CMS setzen PHP 8 voraus, und wer ein älteres Projekt übernimmt, braucht die Möglichkeit, zwischen den Versionen umzuschalten. Ebenso wichtig ist die Zahl der Datenbanken: Jede Installation belegt eine, ein Paket mit nur einer Datenbank trägt also genau ein Projekt.
Wer sich um Updates nicht kümmern will, ist mit Managed WordPress besser bedient. Dort spielt der Anbieter neue Versionen ein und prüft vorher, ob die Seite danach noch läuft. Bei einem normalen Hosting-Paket liegt diese Aufgabe bei Ihnen, und sie ist keine Kür: Ein nicht gepflegtes CMS ist das häufigste Einfallstor für gehackte Websites.
Rechenzentrum, Support und Ökostrom: woran Sie gutes Hosting erkennen
Zwischen zwei Paketen mit gleichem Preis und gleichem Speicherplatz liegen oft Welten. Die Unterschiede stehen selten im Vergleichsraster, machen sich aber im Betrieb bemerkbar.
Standort des Rechenzentrums
Wo die Server stehen, entscheidet über die Ladezeiten Ihrer Besucher und über die geltenden Datenschutzregeln. Hosting in Deutschland bedeutet kurze Wege für deutsche Besucher und einen Vertrag, der der DSGVO unterliegt. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, braucht außerdem einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und den bekommen Sie bei einem deutschen Anbieter ohne Nachfragen.
Support, der wirklich antwortet
Der Kundenservice fällt genau dann auf, wenn etwas nicht läuft. Achten Sie darauf, ob es eine Telefonnummer gibt, in welcher Sprache geantwortet wird und wie lange eine Antwort dauert. Ein Anbieter, der nur ein Formular anbietet und binnen zwei Tagen reagiert, ist bei einer ausgefallenen Seite keine Hilfe.
Backups, Verfügbarkeit und Sicherheit
Fragen Sie, wie oft gesichert wird, wie weit die Sicherungen zurückreichen und ob Sie selbst zurückspielen können. Zur Verfügbarkeit nennen die meisten Anbieter einen Wert um 99,9 Prozent, das entspricht knapp neun Stunden Ausfall im Jahr. Dazu gehören ein Schutz vor Überlastungsangriffen, ein Spam-Filter für die Postfächer und ein SSL-Zertifikat, das automatisch erneuert wird.
Strom, Vertrag und Kleingedrucktes
Ein Rechenzentrum läuft rund um die Uhr, und der Strom dafür ist der größte Posten im Betrieb. Anbieter, die auf Ökostrom setzen, senken damit den Fußabdruck Ihrer Website spürbar. Beim Vertrag lohnt der Blick auf Laufzeit und Kündigungsfrist: Monatlich kündbare Pakete kosten wenig mehr und lassen Ihnen die Wahl, falls der Anbieter Sie nicht überzeugt.
Häufig gestellte Fragen zum Website Hosting
Was bedeutet Hosting bei einer Website?
Ein Anbieter stellt Speicherplatz auf einem Server bereit, der rund um die Uhr am Netz hängt, und hält die Technik darunter in Ordnung. Ihre Dateien liegen dort statt auf Ihrem Rechner und sind damit für jeden Besucher erreichbar.
Was kostet ein Website Hosting?
Ein Paket für eine normale Website kostet zwischen zwei und sechs Euro im Monat. Darunter liegen nur werbefinanzierte Angebote, darüber beginnt betreutes Hosting für WordPress oder ein eigener Server.
Brauche ich technische Kenntnisse dafür?
Für ein Webhosting-Paket nicht. Die Verwaltung läuft über eine Oberfläche im Browser, und ein CMS installiert der Software-Installer. Kenntnisse brauchen Sie erst beim VServer, denn dort pflegen Sie das Betriebssystem selbst.
Kann ich den Anbieter später wechseln?
Ja, und Ihre Domain zieht mit um. Sie kopieren Dateien und Datenbank zum neuen Anbieter, lassen die Seite dort erst laufen und leiten die Domain zuletzt weiter. Kündigen Sie das alte Paket erst, wenn die neue Seite läuft.
Wie viele Websites passen in ein Paket?
So viele, wie der Tarif Domains und Datenbanken zulässt, solange der Speicherplatz reicht. Ein Paket mit drei Domains und drei Datenbanken trägt drei getrennte CMS-Installationen.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 16.09.2026