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Wie viel Website Speicherplatz Ihr Projekt in GB braucht

Bei der Bestellung eines Webhosting-Pakets steht in jeder Spalte eine Zahl: 2 GB, 5 GB, bei manchen Anbietern 100 GB. Wie viel Website Speicherplatz Sie davon tatsächlich brauchen, lässt sich ausrechnen, und meistens ist es deutlich weniger, als die Angebote vermuten lassen.

Gemeint ist damit der Platz auf der Festplatte des Servers, im Hosting auch Webspace genannt. Dort liegen alle Dateien Ihrer Website: Seiten, Bilder, Stylesheets, das Content-Management-System und die MySQL-Datenbank. Je nach Anbieter zählen zudem die E-Mail-Postfächer dazu.

Nicht zu verwechseln ist das mit dem Traffic, also der übertragenen Datenmenge. Der Speicherplatz sagt, wie viel Sie ablegen dürfen, der Traffic, wie oft es abgerufen werden darf. Eine dritte Größe ist der Arbeitsspeicher des Servers, und der hat mit beidem nichts zu tun.

Woraus sich der Website Speicherplatz zusammensetzt

Fünf Posten machen bei einer normalen Seite fast den ganzen Verbrauch aus. Ihre Reihenfolge überrascht viele, denn der eigene Programmcode ist der kleinste davon.

Platzbedarf eines WordPress-Blogs je Posten: Kern 116 MB, Theme und Plugins 100 MB, 300 optimierte Bilder 75 MB, ein Postfach 60 MB, Datenbank 30 MB Platzbedarf eines Blogs, Angaben in Megabyte WordPress-KernTheme, Plugins300 BilderEin PostfachDatenbank 116 MB100 MB75 MB60 MB30 MB

Gezeigt ist ein Blog mit WordPress, einem Theme, rund fünfzehn Plugins und 300 fertig gerechneten Bildern. Zusammen sind das etwa 380 MB, also knapp ein Fünftel von 2 GB. Die Bandbreite der einzelnen Posten ist groß:

Bestandteil Typische Größe
HTML, CSS und Skripte 1 bis 10 MB
CMS mit Theme und Plugins 150 bis 300 MB
Bild, für das Web gerechnet 0,1 bis 0,4 MB je Stück
Bild direkt aus der Kamera 3 bis 6 MB je Stück
MySQL-Datenbank 5 bis 100 MB
Postfach mit Anhängen 50 MB bis mehrere GB

Wie viel Speicherplatz WordPress und andere CMS belegen

Ein Content-Management-System bringt tausende Dateien mit, und die zählen alle. Die deutsche Fassung von WordPress 7.1 ist als Archiv 44,8 MB groß. Entpackt belegt sie mit 4.010 Dateien rund 116 MB auf dem Webspace, davon gehen 20 MB allein auf die vier mitgelieferten Templates (nachgerechnet am 17.09.2026).

Joomla und TYPO3 liegen in derselben Größenordnung. Dazu kommt, was Sie selbst nachinstallieren: Ein Theme wiegt 5 bis 20 MB, ein einzelnes Plugin meist unter 5 MB, ein Seitenbaukasten auch 50 MB. Eine WordPress-Installation mit Theme und fünfzehn Plugins landet damit bei 200 bis 300 MB, bevor das erste Bild hochgeladen ist.

Ein Projekt aus reinem HTML und CSS kommt dagegen mit wenigen Megabyte aus. Wer kein CMS braucht, spart den größten festen Posten und fährt auch mit 500 MB gut.

Viele Bilder füllen den Webspace, viele Seiten nicht

Text verbraucht fast nichts. Eine Unterseite wiegt als HTML 20 bis 100 KB, tausend Beiträge liegen in der Datenbank oft unter 50 MB. Die Anzahl der Webseiten ist also selten das Problem. Es entscheidet, was Sie hochladen.

Ein hochauflösendes Foto aus dem Handy ist 3 bis 6 MB groß. Dasselbe Motiv, auf 1.600 Pixel Breite gerechnet und als WebP gespeichert, braucht 0,1 bis 0,4 MB. Das ist der Faktor zehn bis zwanzig, und er entscheidet, ob 2 GB reichen:

Derselbe Blog belegt mit optimierten Bildern 380 MB von 2 GB, mit unbearbeiteten Handyfotos 1,5 GB 300 Bilder, für das Web gerechnet 300 Bilder, unbearbeitet hochgeladen 380 MB (19 %) 1,5 GB (73 %) Der Rahmen steht für 2 GB Webspace

Videodateien sprengen jeden Rahmen: Eine Minute in Full HD belegt 60 bis 150 MB. Legen Sie Videos deshalb bei einem Dienst wie YouTube ab und binden Sie sie nur ein. Audiodateien sind mit etwa 1 MB je Minute harmloser, summieren sich bei einem Podcast aber ebenso.

Wieviel Speicherplatz typische Projekte benötigen

Wie viel Website Speicherplatz ein Vorhaben braucht, hängt weniger an seiner Größe als an seinen Bildern. Die folgenden Werte stammen aus dem Alltag und gelten für Seiten, deren Bilder vor dem Hochladen gerechnet wurden. Wer das überspringt, landet schnell eine Stufe höher.

Projekt Was darin liegt Bedarf
Visitenkarte, fünf Seiten HTML, CSS, 20 Bilder unter 100 MB
Vereinsseite oder Blog CMS, Theme, Plugins, 300 Bilder 300 bis 600 MB
Portfolio mit Fotostrecken CMS, 1.000 große Fotos 1 bis 3 GB
Onlineshop Shopsystem, Produktbilder, Datenbank 1 bis 4 GB

Für die ersten beiden Zeilen reicht das kleinste Webhosting-Paket mit 2 GB deutlich. Wer Fotostrecken oder einen Shop plant, rechnet von Anfang an mit einer größeren Stufe.

Den Speicherplatzverbrauch der eigenen Seite ansehen

Wer schon hostet, muss nicht schätzen. Im Plesk-Kundenbereich steht der belegte Website Speicherplatz unter den Statistiken, aufgeteilt nach Dateien, Datenbanken, Postfächern und Protokollen. Diese Aufteilung ist der eigentliche Wert, denn sie zeigt, welcher Posten wächst.

Zwei Verbraucher fallen dabei regelmäßig auf, obwohl niemand sie bewusst angelegt hat. Das eine sind alte Sicherungen im eigenen Webspace, das andere Protokolldateien, die sich über Jahre ansammeln. Beides lässt sich gefahrlos aufräumen, solange eine aktuelle Sicherung an anderer Stelle liegt.

Ohne Zugang zum Server hilft ein Blick auf den Ordner, aus dem Sie veröffentlichen. Die Größe dieses Verzeichnisses entspricht ziemlich genau dem, was der Webspace tragen muss.

Dateien optimieren statt mehr Speicherplatz kaufen

Ein voller Webspace ist selten ein Grund für einen größeren Tarif. Diese fünf Schritte bringen bei den meisten Seiten mehr, als sie kosten, und machen die Seite zugleich schneller:

  1. Bilder vor dem Hochladen auf die wirklich gebrauchte Breite rechnen, meist 1.600 Pixel oder weniger.
  2. Als WebP speichern. Das Format ist bei gleicher Qualität deutlich kleiner als JPEG.
  3. Videos auslagern und einbetten, nicht selbst hosten.
  4. Plugins und Templates, die Sie nicht nutzen, löschen statt nur abzuschalten. Abgeschaltet liegen sie weiter auf der Platte.
  5. Alte Sicherungen und Protokolle wegräumen und außerhalb des Webspace ablegen.

Bei einer Seite mit vielen Bildern halbiert der erste Schritt den Verbrauch oft. Das ist übrigens kein Nebeneffekt, sondern die Hauptarbeit: Wer die Mediendateien im Griff hat, hat auch den Website Speicherplatz im Griff.

Zählen Datenbank, Backups und Postfächer mit?

Diese Frage entscheidet, ob eine Angabe von 2 GB viel oder wenig ist, und sie steht selten in der Tabelle. In einem Plesk-Abo teilen sich Dateien, Datenbanken und E-Mail-Konten in der Regel ein Kontingent.

Besonders die Postfächer werden unterschätzt. Wer seine Mails jahrelang auf dem Server liegen lässt, statt sie abzuholen, belegt damit ohne Weiteres mehr Platz als mit der ganzen Website. Auch automatische Sicherungen brauchen Platz, sofern der Anbieter sie nicht außerhalb des Abos ablegt.

Fragen Sie deshalb vor der Bestellung nach, was zum Kontingent gehört. Zwei Angebote mit derselben Zahl können in der Praxis sehr unterschiedlich viel Luft lassen.

SSD oder Festplattenspeicher: was beim Hosting zählt

Bei der Art des Speichers geht es nicht um das Volumen, sondern um das Tempo. Eine SSD, also ein Solid-State-Drive ohne bewegliche Teile, liefert kleine Dateien viel schneller aus als eine klassische Festplatte. Genau darauf kommt es an, wenn ein CMS für eine einzige Seite hunderte Dateien einliest.

Daraus folgt eine Regel für den Vergleich: Ein Tarif mit weniger Platz auf SSD ist für eine normale Website meist die bessere Wahl als ein großzügig bemessener auf rotierenden Platten. Der reine Preis je Gigabyte ist der schlechteste Maßstab.

Wie die Platten im Verbund zusammengeschaltet sind, etwa als RAID, betrifft die Ausfallsicherheit und nicht das Tempo. Eine Sicherung ersetzt das nicht, und ein RAID ersetzt keine Sicherung.

Zusätzlichen Speicherplatz später dazubuchen

Die Entscheidung gilt nicht für immer. Wird es eng, ist der Wechsel in ein größeres Paket der übliche Weg. Die Website zieht dabei nicht um, sie bleibt liegen, wo sie liegt, und nur das Kontingent des Abos wird angehoben. Der Support richtet das ein.

Umgekehrt bringt mehr Website Speicherplatz, als Sie brauchen, keinen Vorteil. Leerer Webspace macht keine Seite schneller und fällt auch bei Suchmaschinen nicht positiv auf. Kaufen Sie deshalb nach dem Bedarf, nicht nach der größten Zahl im Vergleich.

Vorsicht bei Angeboten mit unbegrenztem Speicherplatz. Ein Limit gibt es immer, es steht dann in den Nutzungsbedingungen und nicht in der Werbung.

Welcher Tarif zu Ihrem Bedarf passt

Unsere drei Webhosting-Pakete staffeln den Website Speicherplatz, die Zahl der Datenbanken und die der Postfächer. Diese drei Werte entscheiden zusammen, welcher Tarif passt:

Tarif Webspace Datenbanken Postfächer
Paket I 2 GB 1 10
Paket II 3,5 GB 2 15
Paket III 5 GB 3 25

Die Grundgebühr liegt bei 2,00, 3,50 und 5,00 Euro im Monat, jeweils mit Mehrwertsteuer und ohne Einrichtungsgebühr. In jedem Paket stecken eine oder mehrere Domains, ein SSL-Zertifikat, Backup und Plesk mit Webmail. Die Server stehen in Deutschland und laufen mit Ökostrom.

Eine Sache zählt beim Vergleich mehr als der Speicherplatz: Wer mehrere Projekte betreiben will, braucht je Projekt eine eigene Datenbank. An dieser Zahl scheitert ein Tarif häufiger als am Platz.

Fragen, die vor der Bestellung aufkommen

Vier Punkte kommen im Support immer wieder, und jeder hat eine kurze Antwort.

Wie viel GB Speicherplatz benötige ich für eine Website?

Als Website Speicherplatz genügt für eine Seite mit CMS und einigen hundert Bildern 1 GB, in der Praxis bleibt sie oft unter 500 MB. Erst Fotostrecken, ein Shop oder viele Postfächer sprengen diesen Rahmen.

Was passiert, wenn der Speicherplatz voll ist?

Die Seite bleibt erreichbar, aber Sie können nichts mehr hochladen. Das CMS nimmt dann keine Bilder mehr an, und die Datenbank speichert keine neuen Einträge. Aufräumen oder ein größerer Tarif löst das sofort.

Ist unbegrenzter Speicherplatz ein gutes Angebot?

Meist nicht. Solche Tarife begrenzen dafür an anderer Stelle, etwa bei der Zahl der Dateien oder der Rechenzeit. Eine klare Zahl, die zu Ihrem Bedarf passt, ist verlässlicher.

Zählt der Traffic zum Speicherplatz?

Nein, das sind zwei getrennte Größen. Der Speicherplatz sagt, wie viel auf dem Server liegen darf, der Traffic, wie viel davon monatlich abgerufen wird. Wer sich weiter einlesen will, findet die Übersicht bei den Aufgaben eines Website Providers.

Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 16.09.2026