Webseite bauen: die eigene Website selbst erstellen
Eine eigene Seite im Netz braucht heute keine Programmierkenntnisse mehr. Wer eine Webseite bauen will, wählt zwischen einem Baukasten, einem Content-Management-System wie WordPress und einer Agentur, die die Arbeit übernimmt. Alles Weitere ist Handwerk: Adresse sichern, Speicherplatz mieten, Inhalte schreiben.
Der Weg dahin beginnt bei der Zielgruppe und endet an dem Tag, an dem die Seite live geht. Dazwischen liegen Domain, Hosting, Design und die Texte. Was die drei Wege kosten und welche Angaben in Deutschland rechtlich dazugehören, steht weiter unten.
Rechnen Sie für die erste eigene Website mit ein bis zwei Wochenenden. Der größte Teil davon geht allerdings nicht in die Technik, sondern in Texte und Bilder.
Drei Wege: Baukasten, WordPress oder Website erstellen lassen
Vor der ersten Zeile Text steht eine Entscheidung: Wollen Sie die Webseite bauen oder bauen lassen? Davon hängt ab, was Sie können müssen, was es kostet und wie schnell die Seite fertig wird. Welche Art von Website dabei herauskommen soll, entscheidet mit, denn eine Visitenkarte mit fünf Seiten stellt andere Ansprüche als ein Shop.
Weg
Passt zu
Aufwand und Kosten
Homepage-Baukasten
Visitenkarte, Verein, kleiner Betrieb ohne eigene Technik
Eine erste Fassung steht in wenigen Minuten. Der Tarif läuft monatlich weiter, die Seite bleibt an den Anbieter gebunden.
WordPress oder ein anderes CMS
Blog, Firmenseite, späterer Shop, alles was wachsen soll
Ein bis zwei Tage Einarbeitung. Die Software ist kostenlos, Sie zahlen das Hosting und pflegen die Updates selbst.
Website erstellen lassen
individuelle Website mit eigenem Design, Shop oder Schnittstellen
Wochen statt Tage, vierstellige Beträge. Dafür sieht das Ergebnis nach Ihnen aus und nicht nach einer Vorlage.
Von Hand in HTML
einzelne Seiten, Lernprojekte, sehr schlanke Auftritte
Kostet nur das Hosting, verlangt aber echtes Wissen. Jede Änderung machen Sie selbst im Quelltext.
Was ein Homepage-Baukasten mit KI heute leistet
Fast jeder Baukasten wirbt inzwischen mit KI. Der Assistent stellt drei, vier Fragen zur Branche und setzt daraus in wenigen Minuten eine fertige Seite zusammen, samt Farben, Gliederung und Platzhaltertexten. Weil die Oberfläche einfach zu bedienen ist, tauschen Sie Texte und Bilder danach mit wenigen Klicks aus. Als Startpunkt spart das Zeit. Die Texte sollten Sie trotzdem ersetzen, denn sie passen auf jeden Betrieb und beschreiben deshalb keinen.
Warum WordPress so verbreitet ist
Ein Content-Management-System trennt Inhalt und Aussehen. Sie schreiben einen Beitrag, das Theme kümmert sich um die Darstellung. WordPress bietet dazu ein großes Verzeichnis an Erweiterungen: Formular, Galerie, Newsletter oder Shop kommen dazu, ohne dass jemand dafür programmiert. Wer die Wartung nicht selbst übernehmen will, bucht managed WordPress Hosting: Dort spielt der Anbieter die Updates ein und sichert die Daten. Wie der Aufbau im Einzelnen abläuft, steht unter Homepage erstellen Schritt für Schritt.
Website-Erstellung: der Ablauf in sieben Schritten
Unabhängig vom gewählten Werkzeug läuft der Aufbau fast immer in derselben Reihenfolge ab. Wer sie einhält, muss anschließend nichts zweimal machen.
Ziel und Zielgruppe festlegen. Wer soll die Seite finden, und was soll diese Person danach tun: anrufen, bestellen, sich informieren? Diese eine Antwort bestimmt Aufbau und Texte.
Domain sichern. Kurz, sprechbar, ohne Bindestrichkette. Freie Domainnamen werden knapp, deshalb gehört dieser Schritt nach vorn.
Hosting buchen. Der Tarif muss zur geplanten Technik passen, ein CMS braucht PHP und eine Datenbank.
Technik wählen. Baukasten, CMS oder reines HTML. Ein späterer Wechsel ist möglich, kostet aber einen Umzug.
Design und Layout aufbauen. Vorlage aussuchen, Logo und Farben einsetzen, die Navigation ordnen.
Inhalte schreiben. Der längste Schritt. Rechnen Sie je Unterseite mit ein bis zwei Stunden, wenn der Text etwas taugen soll.
Seite live stellen. Pflichtangaben prüfen, auf dem Handy gegenlesen, dann freischalten.
Wie aus einem groben Plan eine tragfähige Gliederung wird, zeigt der Beitrag zum Homepage Entwurf. Wer dieselben sieben Schritte lieber als Anleitung liest, findet sie unter Homepage erstellen.
Domain und Hosting: das Fundament jeder Website
Wer eine Webseite bauen will, braucht dafür drei Teile. Sie sind technisch unabhängig voneinander und ergeben trotzdem nur gemeinsam einen Auftritt.
Die Domain ist der Name, unter dem Besucher Ihre eigene Website finden. Sie gehört Ihnen für die Dauer der Registrierung und zieht mit um, wenn Sie den Anbieter wechseln. Deshalb lohnt es sich, eine eigene Domain zu nehmen statt einer Subdomain des Baukastens: ihr-name.de bleibt, ihr-name.anbieter.de ist weg, sobald Sie dort kündigen.
Der zweite Teil ist der Speicherplatz. Ein Webhosting-Paket bringt Webspace, Postfächer, Datenbanken und ein SSL-Zertifikat mit. Für eine normale Firmenseite muss der Tarif nicht leistungsstark sein, wenige Gigabyte reichen; entscheidend ist eher, ob PHP in einer aktuellen Version läuft und wie viele Datenbanken enthalten sind. Welche Leistungen zu welchem Paket gehören, ist unter Hostingpakete aufgeschlüsselt.
Einen guten Domainnamen finden
Ein Name wirkt jahrelang, also nehmen Sie sich eine halbe Stunde dafür. Vier Regeln helfen bei der Auswahl:
Am Telefon ansagbar. Wer buchstabieren muss, hat den falschen Namen.
Kurz genug für eine Visitenkarte, aber lang genug, um eindeutig zu sein.
Keine Umlaute und keine Sonderzeichen, auch wenn beides technisch geht.
Marken prüfen. Ein fremder Firmenname in Ihrer Domain wird teuer.
Die Endung .de ist in Deutschland der Standard und wirkt bei lokalen Suchen vertrauter als eine exotische Alternative. Ist Ihr Wunschname vergeben, hilft oft ein Zusatz aus Ort oder Leistung, nicht eine andere Schreibweise.
Design, Layout und Vorlagen wählen
Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. Bei der Gestaltung der Website hilft deshalb kein aufwendiges Design, sondern ein Aufbau, den man ohne Nachdenken versteht. Fast jede gut gestaltete Website folgt derselben Aufteilung.
Vorlagen nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Jeder Baukasten und jedes CMS bringt welche mit, und eine gute Vorlage ist mehr als ein hübsches Layout: Sie ist bereits für Handy und Tablet gerechnet. Suchen Sie eine aus Ihrer Branche aus und gestalten Sie zuerst nur Logo, Schrift und Farben um. Wer an jeder Schraube dreht, bekommt schnell eine Seite, die auf dem eigenen Bildschirm gut aussieht und sonst nirgends.
Was ein Design professionell wirken lässt
Drei Dinge trennen eine professionelle Website vom Bastelwerk, und keines davon kostet Geld:
Wenige Schriften und Farben. Zwei Schriftgrößen für Überschriften, eine für den Text, dazu eine Hauptfarbe. Mehr wirkt unruhig.
Gleiche Abstände. Wenn jede Seite denselben Rand und dieselben Abstände hat, wirkt der Auftritt ruhig, auch ohne eigenes Design.
Eigene Bilder. Ein Foto der eigenen Werkstatt schlägt jedes gekaufte Motiv. Vorher auf Web-Maße rechnen, sonst lädt die Seite langsam.
Prüfen Sie das Ergebnis auf einem Telefon, bevor Sie zufrieden sind. Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt so, und ein Layout, das im Browser am Schreibtisch funktioniert, kann auf 390 Pixel Breite unbrauchbar sein.
Inhalte erstellen: Zielgruppe, Content und Suchmaschinen
Ab hier entscheidet sich, ob die Arbeit etwas bringt. Die Technik steht bei allen Anbietern ungefähr gleich gut da, der Content dagegen nicht.
Schreiben Sie für eine bestimmte Person, nicht für alle. Ein Handwerksbetrieb spricht Hausbesitzer im Umkreis von dreißig Kilometern an, ein Softwarehaus Einkaufsleiter. Beide brauchen andere Worte. Wer seine Zielgruppe nicht benennen kann, schreibt am Ende über sich selbst, und das liest niemand.
Diese fünf Seiten braucht fast jeder Auftritt:
Startseite. In einem Satz, was Sie anbieten und für wen.
Leistungen. Je Leistung ein Abschnitt, gern mit Preisrahmen.
Über uns. Namen und Gesichter schaffen Vertrauen, besonders bei kleinen Betrieben.
Kontakt. Telefonnummer, Adresse, Formular. Nicht versteckt.
Impressum und Datenschutz. Pflicht, siehe unten.
Damit Suchmaschinen die Seite verstehen
Suchmaschinenoptimierung klingt nach einer Spezialdisziplin, die Grundlagen sind aber Handwerk. Jede Unterseite braucht einen eigenen Seitentitel und eine eigene Beschreibung, beides mit den Worten, die ein Suchender wirklich eintippt. Eine einzige Überschrift der ersten Ebene sagt Google, worum es auf der Seite geht.
Damit Suchmaschinen wie Google den Inhalt zuordnen können, helfen außerdem sprechende Adressen, Alternativtexte an Bildern und interne Verweise zwischen verwandten Seiten. Ein Tool wie die kostenlose Search Console von Google zeigt, welche Seiten aufgenommen wurden und über welche Begriffe Besucher kommen. Weitere SEO-Tools messen Position und Verweise, für den Anfang braucht es sie nicht. Erweiterte Maßnahmen wie strukturierte Daten oder eine eigene Ladezeit-Optimierung kommen später, wenn die Seite steht.
Ein Blog ist der einfachste Weg zu mehr Traffic, weil jeder Beitrag eine weitere Frage Ihrer Kunden beantwortet. Er verlangt aber Ausdauer: Drei Artikel und dann ein Jahr Pause schaden mehr, als sie nützen.
Was die Erstellung einer Website kostet
Die Spanne ist groß, weil zwei sehr verschiedene Dinge zusammenkommen: laufende Technikkosten von wenigen Euro und einmalige Arbeitszeit, die schnell vierstellig wird. Selbst eine Webseite bauen kostet deshalb vor allem Zeit, eine beauftragte Seite vor allem Geld. Die folgenden Beträge sind Richtwerte für den deutschen Markt.
Posten
Üblich
Worauf es ankommt
Domain
wenige Euro im Jahr
In vielen Paketen ist eine Domain enthalten. Exotische Endungen kosten ein Vielfaches.
Webhosting
einstelliger Betrag im Monat
Laufzeit, Support und ob SSL und Backup im Tarif stecken.
Baukasten
zehn bis dreißig Euro im Monat
Läuft dauerhaft weiter. Prüfen Sie vorher, welches Feature erst im größeren Tarif dazukommt und was zusätzlich kostenpflichtig ist.
Vorlage oder Theme
null bis rund achtzig Euro
Kostenlose Vorlagen reichen oft. Bezahlte bringen Support und regelmäßige Updates.
Texte und Fotos
Ihre Zeit oder ein Honorar
Der am häufigsten unterschätzte Posten. Ein Fotograf für einen halben Tag lohnt sich fast immer.
Website erstellen lassen
ab etwa 1.500 Euro
Angebot mit Seitenzahl und Pflege danach. Ein Festpreis ohne Leistungsbeschreibung ist keiner.
Was kostenlose Angebote wirklich bedeuten
Eine eigene Homepage kostenlos zu erstellen ist möglich, und für private Seiten oder eine erste Übung spricht nichts dagegen. Bei einer geschäftlichen Seite lohnt der Blick auf das Kleingedruckte: Eine kostenlose Website läuft meist auf einer Subdomain des Anbieters, zeigt dessen Werbung und lässt sich nicht mitnehmen. Die kostenlose Domain im ersten Jahr wird ab dem zweiten berechnet, und exportieren lässt sich der Inhalt oft gar nicht.
Wer geschäftlich auftritt, fährt mit einer eigenen Domain und einem günstigen Hosting-Tarif besser. Der Unterschied beträgt ein paar Euro im Monat und entscheidet darüber, ob die Seite Ihnen gehört. Preise und Leistungen sortiert der Hosting Vergleich.
Impressum, Datenschutz und Rechtssicherheit
In Deutschland gelten für Webseiten Pflichten, die viele erst nach der ersten Abmahnung lesen. Der Aufwand dafür beträgt eine knappe Stunde.
Impressum. Jede geschäftsmäßige Seite braucht eines, mit Name, ladungsfähiger Anschrift, E-Mail und Telefonnummer. Bei Firmen kommen Registernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer dazu. Es gehört von jeder Seite aus in zwei Klicks erreichbar in die Fußzeile.
Datenschutzerklärung. Sie nennt, welche Daten Sie erheben und warum. Das betrifft auch Kontaktformular, Statistik und eingebundene Schriften.
Einwilligung für Cookies. Alles, was über den Betrieb der Seite hinausgeht, darf erst nach Zustimmung laden. Das gilt für Karten, Videos und Statistikdienste.
Widerrufsbelehrung. Nur bei Verkauf an Verbraucher, dann aber zwingend, zusammen mit Preisangaben und Versandkosten.
Generatoren im Netz liefern brauchbare Entwürfe und sind besser als nichts. Rechtssicherheit bekommen Sie damit nicht: Wer einen Shop betreibt oder mit Gesundheitsdaten arbeitet, lässt die Texte einmal prüfen. Externe Dienste erkennen Sie daran, dass beim Aufruf Verbindungen zu fremden Servern aufgebaut werden, etwa zu Schriftarten oder sozialen Medien.
Die Website live stellen und aktuell halten
Erstellen und veröffentlichen sind zwei Schritte. Dazwischen gehört eine letzte Runde durch die fertige Seite, denn diese fünf Punkte fallen sonst erst den Besuchern auf:
Jeder Link führt irgendwohin, kein Menüpunkt endet auf einer leeren Seite.
Das Kontaktformular kommt wirklich an, einmal an die eigene Adresse getestet.
Die Adresse läuft über https, das Schloss im Browser ist zu sehen.
Auf dem Handy rutscht nichts aus dem Bild und keine Schrift wird winzig.
Platzhaltertexte der Vorlage sind restlos verschwunden.
Ist die Website live, beginnt der Teil, den Baukastenwerbung gern auslässt. Eine Webseite bauen dauert ein paar Tage, sie zu pflegen dauert, solange es sie gibt. Wer zwei Jahre nichts ändert, verliert nämlich Platzierungen und wirkt auf Besucher wie ein geschlossener Laden. Planen Sie deshalb eine Stunde im Monat für Aktualisierungen ein, halten Sie CMS und Erweiterungen auf dem neuesten Stand, und legen Sie Sicherungen an. Wie das geht, steht unter Homepage sichern; den Weg von der fertigen Seite zur erreichbaren Adresse beschreibt Eigene Website erstellen: von der Seite zur Adresse.
Häufige Fragen zum Erstellen einer Website
Fünf Fragen kommen im Support immer wieder.
Kann man eine Webseite selbst erstellen?
Ja, und die meisten kleinen Seiten entstehen genau so. Eine Website bauen heißt heute vor allem, fertige Bausteine zu ordnen. Mit einem Baukasten brauchen Sie keine Programmierkenntnisse, die Bedienung läuft intuitiv per Drag and Drop. Bei WordPress kommt etwas Einarbeitung dazu, dafür gehört Ihnen das Ergebnis vollständig. Grenzen erreichen Sie erst bei Sonderfällen: eigene Schnittstellen, große Shops, individuelle Rechenlogik.
Was kostet es, eine Webseite bauen zu lassen?
Eine Webseite bauen zu lassen beginnt bei etwa 1.500 Euro für eine Firmenseite mit fünf bis zehn Unterseiten, nach oben ist es offen. Der Preis hängt weniger an der Technik als an Texten, Fotos und Abstimmungsrunden. Lassen Sie sich aufschlüsseln, was enthalten ist und wer die Seite danach pflegt.
Kann ich eine Website kostenlos erstellen?
Für private Zwecke ja. Geschäftlich zahlen Sie den Preis an anderer Stelle: Werbung des Anbieters, eine Subdomain statt der eigenen Adresse, und kein Weg, die Inhalte mitzunehmen. Kostenlos ist gut zum Ausprobieren, nicht zum Auftreten.
Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?
Streng genommen ist die Homepage nur die Startseite, die Website der ganze Auftritt. Im deutschen Sprachgebrauch meinen beide Begriffe inzwischen dasselbe, und auch Webseite wird für beides benutzt. Missverständlich wird es nur im Gespräch mit einer Agentur: Fragen Sie dort nach, ob eine Seite oder der gesamte Auftritt gemeint ist.
Wie lange dauert es, bis die Seite bei Google steht?
Aufgenommen wird eine neue Adresse meist in wenigen Tagen bis zwei Wochen. Bis sie für gesuchte Begriffe weit vorn steht, vergehen Monate. Beschleunigen lässt sich der erste Teil, indem Sie die Seite in der Search Console anmelden und eine Sitemap hinterlegen.
Bleibt eine Frage offen, hilft unser Support weiter. Wer tiefer einsteigen will, findet die technischen Grundlagen unter Web-Entwicklung.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 04.10.2026